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Was beim Pilgern zu beachten ist und beim begleiteten Pilgern Anwendung findet:
Spirituelle und liturgische Gestaltungselemente helfen, auf den inneren Weg zu finden. In der Regel sind dies Tagzeitengebete, spirituelle und kreative Impulse zum Gehen im Schweigen, zum Wegegespräch zu zweit oder zum Austausch in der Gruppe. Außerdem Lieder, Kirchenerkundungen, ein Tagesabschluss. Herzliche Einladung, sich auf diese Elemente der Begleitung einzulassen.
Die Entschleunigung ist eine großartige Erfahrung beim Pilgern. Vertieft wird sie durch eine Zeit der Ruhe, auch eine Übernachtung vor oder nach dem Pilgertag am Start- bzw. Zielort. Noch größer ist dieser Effekt bei den mehrtägigen Pilgertouren, die angeboten werden.
Sehr zu empfehlen ist ein Pilgertagebuch. Darin können Sie festhalten, was Sie vor, auf und nach dem Pilgerweg bewegt hat: Grenzerfahrungen, Worte, Erkenntnisse, Ermunterungen. Das Tagebuch wird Sie erinnern an das, was Ihnen geschenkt worden ist.
Achtsam zu werden für sich selbst und rücksichtsvoll
gegenüber Mitpilgernden, ist eine große Herausforderung unterwegs in der Gruppe, das eigene Tempo zu finden und es in Einklang zu bringen mit dem der anderen. Lasse ich mich hetzen oder bremsen? Auch hat jeder ein eigenes Ruhe- oder Mitteilungsbedürfnis. Es braucht ein Höchstmaß an Verschwiegenheit. Nur so können Sie anderen wirklich sagen, wie es Ihnen geht, was Sie erlebt haben im Alltag oder auf den letzten Kilometern.
Weitere Regeln und Vereinbarungen werden zum Beginn einer jeden Pilgertour benannt und verabredet, z. B.: „Handys aus!“ – „Keine halben Sachen – ganz oder gar nicht dabei!“ – „Andere nicht warten lassen!“ – „Das Schweigen schützen!“. Sprechen Sie es an.
Eine gute Ausrüstung ist Gold wert, selbst auf den kurzen Etappen. Wählen Sie gut eingelaufene, möglichst knöchelhohe Wander-, Schuhe, nach Möglichkeit Funktionskleidung entsprechend der Wetterlage, Pilgerhut gegen Sonne und Regen, Pilgerstab oder Wanderstöcke, Blasenpflaster, Mücken- und Zeckenschutzmittel.
Verpflegung und Getränke sind in einer Tagesration mitzubringen. Für viele Pilgernde haben sich kohlenhydratreiche Lebensmittel in kompakter Form bewährt, ggf. auch als Traubenzucker-Plättchen, wichtig ein bis zwei Liter (Leitungs-) Wasser in kleinen Flaschen.
Eine neue Identität auf Zeit: „Pilger sind wir nun!“ Das ist Ihre Chance. Wir unterstützen Sie dabei mit dem Pilgerpass. Er wird Sie als Pilger ausweisen und bietet Platz für Pilgerstempel. Diese Einträge sind zugleich Wegeritual und Erinnerung an Stationen auf Ihrem Weg.
Die Anmeldeformen für ein- und mehrtägige Touren unterscheiden sich.
- Anmeldungen für die kostenlosen eintägigen Pilgertouren nehmen die ehrenamtlich tägigen Pilgerbegleitenden direkt per E-Mail entgegen.
- Bei mehrtägigen Pilgertouren erfolgt die Anmeldung online über das Anmeldeformular auf der Homepage unter https://www.loccum-volkenroda.de/begleitung/angebote-der-pilgerbegleiter// der Evangelischen Agentur der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Hier gilt es besonders die angegebenen Anmeldefristen zu beachten, da gerade mehrtägige Pilgertouren einen längeren Vorlauf benötigen. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung. Die Rechnung wird ca. zwei Wochen vor Durchführung der Tour zugestellt. Sofern die Pilgertour nicht durchgeführt werden kann, wird der Rechnungsbetrag erstattet.
Zusätzliche Kosten für Sie können entstehen, wenn Sie sich phasenweise selbst versorgen müssen oder an den Kosten für eine Fahrt beteiligt werden. Darauf wird im Angebotstext hingewiesen. Für den Fall von unvorhersehbaren Ereignissen bitten wir Sie um Pragmatismus und pilgermäßige Gelassenheit.
Wir erinnern an die Eigenverantwortlichkeit der Teilnehmenden. Für das Pilgern ist eine gewisse körperliche Fitness erforderlich. Im Zweifel sprechen Sie den jeweiligen Pilgerbegleitenden im Vorfeld darauf an. Bringen Sie die notwendigen Medikamente mit, bzw. Unterlagen, die im Notfall weiterhelfen. Weisen Sie im Vorfeld oder zu Beginn des Pilgerns auf mögliche Komplikationen hin und erklären Sie, was Sie im Notfall brauchen.