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Gudrun Laqua, Pilgerbegleiterin und Regionalbeauftragte Nebenweg "Kloster Mariensee"
Den Pilgerweg Loccum-Volkenroda kennt sie wie kaum eine andere. Viele Male hat sie Gruppen auf verschiedenen Etappen zu interessanten Themen begleitet: „Bunt sind schon die Wälder“, „Der Mond ist aufgegangen“, „Auf den Spuren der Mönche“ , „Pilgern bei Vollmond“, „Pilgern in der Osternacht“, „Die Weihnachtszeit gelassen angehen“ ... Die Titel klingen allesamt einladend!
Gudrun Laqua aus Wunstorf ist eine der besonders aktiven Pilgerbegleiterinnen. Noch heute schwärmt sie von der intensiven und anspruchsvollen Ausbildung bei Pastorin Amelie zu Dohna, die sie sehr geprägt hat.
Gudrun Laqua war unterwegs mit Kirchengemeinden, LandFrauen, Theologen und Zugehörigen der Frauenselbsthilfe Krebs.
Als regionale Pilger- und Wegewartin steht sie im regen Kontakt mit den Kirchengemeinden am Wege.
Sie ist Heilpädagogin und Chorleiterin, spielt Tischtennis und pflegt zu Hause einen großen Garten. Wie heißt das im Volksmund: „Sie brennt hinten und vorne!“ – Immer wieder sucht sie das Neue, die Herausforderung.
Eines ihrer beliebten Pilgerthemen ist: „Losgehen – unterwegs sein – ankommen!“
Zum „Losgehen“ sagt Gudrun Laqua: „Die meisten Menschen nehmen sich etwas vor, aber sie gehen nicht los! Aber am Ende unseres Lebens gilt nur das, was wir getan und gelebt haben – und nicht das, was wir uns vorgenommen haben!“
Losgehen, sich auf den Weg machen, die Schwerkraft der Gedanken und des Körpers überwinden aufbrechen aus dem Gewohnten, offen sein für das, was der Weg bereithält, das ist ihr Anliegen!
Gudrun Laqua bleibt nicht bei ihren Plänen und Wünschen, bei langen To-do-Listen. Sie gibt ihnen eine Ge-
Losgehen - unterwegs sein - ankommen
stalt. Diese Energie ist beeindruckend. Nachdem sie die Pilgergruppe begrüßt und um eine kurze Vorstellung gebeten hat, heißt es: „Auf geht’s!“
Beim „Unterwegs sein“ ergeben sich gute Gespräche, es wird geschwiegen, gesungen und manchmal auch auf einen Impuls gehört.
„So viele Wege bin ich gegangen! Du kennst sie alle. Die schönen und die schweren. Du weißt, was die Wege mit mir gemacht haben, welche Spuren sie in meinem Herzen und in meinem Gesicht hinterlassen haben. Du kennst meine Sehnsucht und meine Angst. Du kennst sogar die Wege, die noch vor mir liegen – und du gehst sie mit. Danke.“
An sorgfältig ausgewählten Plätzen gibt es Pausen, mit einem Blick ins Weite, mit einem wohltuenden Schluck aus der Trinkflasche. Die Beine können sich ausruhen. - Pausen sind wichtig auf den Wegen des Lebens!
Das „Ankommen“ ist wie ein kleines Fest. Der Weg ist geschafft!
„Du führst mich hinaus ins Weite!“ heißt es in Psalm 18. Diese Weite war unterwegs zu spüren und hat wohlgetan, sie macht Lust auf mehr! Zum Abschied wird das Vaterunser gebetet. Gudrun Laqua gibt jedem ein Segensbändchen mit dem persönlichen Zuspruch: „Gott segne und behüte dich!“
Es geht zurück ins Leben. Vielleicht hat sich auf dem Weg bei dem einen oder der anderen etwas bewegt, eine neue Perspektive eröffnet. Durch die kleinen Impulse und Lieder, durch die Gemeinschaft.
Wenn Gudrun Laqua von ihren Pilgerwegen erzählt, dann entsteht spontan der Wunsch: „Ach, wär ich doch auch mal dabei!“
Heidrun Kuhlmann
