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Schwester Maria Magdalena, Pilgerbeauftragte und Herbergsbetreuerin in Heilbad Heiligenstadt
Es gibt Begegnungen mit Menschen, die das Herz berühren.
Im thüringischen Heilbad Heiligenstadt, einem bezaubernden Ort mit viel alter Bausubstanz, steht an der Straße „Kasseler Tor“ ein eher unscheinbares Haus.
In diesem Haus wohnt Schwester Maria Magdalena Brüning. In einer kleinen Kommunität, die sechs liebevoll gestaltete Unterkünfte für PilgerInnen anbietet. Mit Dusche und Frühstück und der Möglichkeit, an den Gebetszeiten teilzunehmen, eine überaus warmherzige Gastfreundschaft zu erleben.
Im Leitbild der Kommunität heißt es: „Wir teilen Freude, Hoffnung, Trauer und Angst mit den Menschen von heute!“
Schwester Maria Magdalena arbeitet als Gemeindereferentin in der katholischen Gemeinde. Sie gestaltet Andachten und Gottesdienste, ist eine einfühlsame Seelsorgerin und Wegbegleiterin. Ganz nebenbei ist sie kreativ und gestaltet die Osterkerzen mit kunstvollen Motiven.
Fröhlich und emotional erzählt sie von ihren Begegnungen mit Menschen. Eigentlich könnte sie ein Buch darüber schreiben! Da ist so viel Leben und Liebe!
In der Gemeinde gibt es die Tradition des „Sprengelns“. Sr. Maria Magdalena ist mit Weihwasser unterwegs, klingelt an jedem Haus und macht das Angebot, das Haus und seine Menschen zu segnen. Einige sind dankbar für ihren Besuch, und andere sind abwehrend, kritisch, verschlossen. Wie das so ist….
Menschen spüren Zugewandtheit, ein offenes Ohr, und nicht selten bittet jemand um ein Gebet oder um Segen!
Behütet und begleitet -
Leben teilen im "Haus am Weg"
„Gottes Menschenfreundlichkeit wurde durch Jesu Worte und Taten erfahrbar“. In diesem Geist möchten die Schwestern in Jesu Spuren diese Liebe weiterschenken.
„Die Jugend bilden, die Armen unterstützen, nach Kräften Not lindern.“
Eine Kraftquelle in der kleinen Kommunität mit Schwester Maria Elisabeth und Schwester Ferdinanda sind die täglichen Gebetszeiten: Morgens, mittags, abends und zur Nacht! Eine wichtige Kraftquelle ist die Gemeinschaft. Da ist viel Freude am Leben. Auch ein lockerer Spruch ist dabei: „Im Duden kommt leben vor putzen!“
Und zugleich ist es das Anliegen der Schwestern, die Gemeinde, die Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten. Sie bemühen sich um den Dialog mit Andersdenkenden und wissen sich dem Anliegen der Ökumene verpflichtet.
In dem unscheinbaren Haus am „Kasseler Tor“ in Heiligenstadt ist zu spüren, dass Gott mehr für uns bereithält, als das normale Leben uns bieten kann.
Im Gebetsraum hängt ein Bild von zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Ratlos und enttäuscht sind sie unterwegs. – Neben ihnen geht jemand, den sie zunächst nicht erkennen.
Manchmal sind es Menschen, die für uns zu Christus werden.
Bei Schwester Maria Magdalena und ihren Schwestern war von diesem Geist etwas zu spüren!
Diese Erfahrung ist allen Pilgern und Pilgerinnen zu wünschen!
Heidrun Kuhlmann
