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Susann Röwer, Koordinatorin Pilgerweg Loccum-Volkenroda
Es ist ein Glücksfall, wenn ein Mensch im Beruf seinen ganz eigenen persönlichen Platz findet, den Platz, an dem er seine Gaben entfalten kann, an dem er aufblüht und gemeinsam mit anderen etwas Großes zustande bringt.
Es ist ein Glücksfall, wenn ein wertvolles Projekt wie der Pilgerweg Loccum-Volkenroda einen Menschen findet, der mit dem Herzen dabei ist – und neben den vielen Aufgaben, die zu bewältigen sind, die Kunst des Miteinanders pflegt.
Susann Röwer ist seit 2008 die Koordinatorin des Pilgerweges.
Ihr Aufgabenfeld ist so vielseitig, dass es einem schon beim Lesen die Sprache verschlägt:
die Pflege der Homepage, der Kontakt zu Pilgerbegleitern, Herbergsbetreuern und Wegewarten. Interviews für Zeitungen und Radio, Netzwerkpflege mit Kirchengemeinden, Pilger- und Regionalbeauftragten, Landesforsten und Touristikverbänden. Die Bearbeitung der Wegstörungsmeldungen, die Präsentation bei Pilgermessen und Kirchentagen. Die Erstellung von Unterkunftsverzeichnissen, Programmen, Informationsmaterial und Segensarmbändern. Die ganze Infrastruktur der Angebote, über das Gesamtprojekt im Bilde sein.
Alle Fäden laufen bei Susann zusammen. Es ist faszinierend, dass sie für jedes Mitglied des großen Teams „Pilgerweg“ neben allen dienstlichen Anliegen stets auch persönliche Worte findet und Wertschätzung vermittelt. Sie hat feine Antennen, einen Menschen wahrzunehmen. So ist im Laufe der Zeit aus vielen profilierten Persönlichkeiten ein großes, wunderbares WIR geworden!
Ein besonderes Anliegen sind für Susann Röwer die verlässlich geöffneten Kirchen. Dafür hat sie sich stark gemacht. Sie entsprechen ihrem Bild von Kirche.
Mit dem Herzen dabei
Jedes Mal, wenn in einer Kirchengemeinde wieder das zugehörige Signet verliehen wurde, hat sie gestrahlt.
Von einer geöffneten Kirche geht eine Einladung aus: „Hier bist du willkommen!“ Pilgernde nehmen dieses Angebot gerne an, genießen das Wasser, das für sie bereit gehalten wird, die Kühle, den jahrhundealten Raum, in dem sie mit ihren „jungen“ Jahren gut aufgehoben sind.
Nicht nur Pilger schätzen die geöffneten Kirchen: Viele andere Besucher freuen sich, wieder einmal an dem Ort zu sein, an dem sie getauft, konfirmiert oder getraut wurden. Einige schreiben in das ausliegende Gästebuch. Sie sind dankbar und berührt, haben die Stille genossen, für Menschen gebetet und den Alltag für einen Moment hinter sich gelassen. In einer Welt, die gerade extrem unruhige Zeiten erlebt, haben sie inneren Frieden gesucht und hoffentlich auch gefunden. „Hier bist du aufgehoben mit allem, was ist, in allem, was ist!“
Susann Röwer kennt den Pilgerweg Loccum-Volkenroda auf seinem rund 300 km Hauptweg mit allen Details, inklusive aller Nebenwege.
Es gab viele Rückmeldungen von Menschen, die den Weg gegangen sind, ganz oder auf einzelnen Etappen. Manchen hat er Segen geschenkt und neue Perspektiven eröffnet. In manchen hat er etwas be-wegt, in Bewegung gebracht.
So ist die alte Tradition auf dem Weg von Loccum nach Volkenroda wieder lebendig geworden – dank eines großartigen Teams, das die besten Voraussetzungen für den Pilgerweg schafft.
Es ist ein Glücksfall, wenn ein Projekt Menschen findet, die mit dem Herzen dabei sind und die Kunst des Miteinanders pflegen.
Heidrun Kuhlmann
